Der Heidelberger Katechismus hat seinen Namen von seinem Entstehungs- und ersten Erscheinungsort Heidelberg. Heidelberg war damals Residenzstadt der Kurpfalz, ein Gebiet, bestehend aus einem Gebiet mit dem Zentrum Heidelberg. Kurfürst Friedrich III. gab den Katechismus 1562 in Auftrag. Er wollte damit die Reformationsbemühungen seiner Vorgänger fortführen, aber auch die Streitigkeiten, die es in der Kurpfalz zwischen den verschiedenen Richtungen der Reformation gab, durch eine einheitliche Lehre beruhigen. Am 19. Januar 1563 unterzeichnete er vor einer Versammlung von Superintendenten und theologischen Lehrern das Vorwort und gab den Katechismus damit zum Druck frei. Er erschien wenig später unter dem Titel „Catechismus oder christlicher Unterricht, wie der in Kirchen und Schulen der Churfürstlichen Pfalz getrieben wirdt“.
Die Erstausgabe bestand noch aus 128 Fragen und Antworten; Frage 80, die vom Unterschied zwischen dem Abendmahl des Herrn und der päpstlichen Messe handelt, wurde etwas später hinzugefügt. Eine Nummerierung war noch nicht vorhanden.
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